mobiles surfen im Geschwindigkeitsraush

Anfang November startete der Mobilfunkanbieter O2 in München den Probelauf für das mobile Hochgeschwindigkeitsinternet. Ein Video dazu gibts in meinem YouTube Kanal.

Im neuen HSPA+ Netz sind hier Downloadraten bis zu 28 Megabits/s möglich und im Upload werden bis zu 11,5 mbits/s geschafft. Tatsächlich werden vorerst wohl nur Datenraten bis 10 mbits/s erreicht. Dass man nur niedrigere Datenraten bekommt liegt daran, dass die verfügbare Bandbreite auf die aktuellen Nutzer verteilt wird. Das ist ja auch beim noch aktuellen UMTS- und HSDPA-Netz so. Da hat noch niemand wirklich die 7,2 mbits/s erreicht. Auch wenn man im neuen Netz erst mal nur 10 mbits/s schafft ist das schon ein Fortschritt und das surfen im mobilen Internet fällt deutlich leichter.

Mit der neuen Mimo-Technik werden auch die Nutzer in den Randgebieten besser versorgt. Die Basisstation versendet die Daten über 2 Antennen und der neue USB-Stick empfängt die Daten auch über 2 Antennen und setzt sie dann zu einem Gesamt-Datenstrom zusammen. Damit werden bei schlechter Versorgung die Datenraten vervierfacht.

Das HSPA+ System ist nur ein Zwischenschritt. Weiter geht es dann mit TLE (Long Term Evolution). Damit sind dann Datenraten bis zu 42 mbits/s im Downlink möglich. T-Mobile will HSPA+ einfach überspringen und gleich zu diesem TLE-System greifen. Damit sollen später bis zu 300mbits/s im Download möglich sein. Testgeräte unterstützen derzeit aber nur Datenübertragungsraten von maximal 100 mbits/s.

Vodafone testet seit Jahresanfang das HSPA+ Netz in Spanien. Wann die nach Deutschland kommen steht derzeit nicht fest.

4 Responses to “mobiles surfen im Geschwindigkeitsraush”

  1. UMTS-Sticker sagt:

    Ich find zwar gut, dass die Entwickliung auf diesem Gebiet nicht stagniert, nur frage ich mich, wer wirklich 10MBit/s beim mobilen Internet braucht? Ich komm selbst zuhause mit DSL6000 locker durchs Netz. Vielleicht sollte man hier eher an der Abdeckung und Stabilität der Netze arbeiten.

  2. Jumbo2304 sagt:

    Dass die Netzabdeckung und die Stabilität teilweise sehr Mau ist, da gebe ich dir recht. O2 ist derzeit mit der normalen UMTS Abdeckung ganz hinten. Die Stabilität des Netzes wird aber ja grade mit dem neuen System verbessert. Ich hab ja im Artikel geschrieben: “Mit der neuen Mimo-Technik werden auch die Nutzer in den Randgebieten besser versorgt.” T-Mobile hat bereits jetzt eine deutlich bessere Netzabdeckung. Vermutlich wollen die deshalb auch erst mal TLE weiterentwickeln, damit sich die Gewschwindigeit auch noch deutlich erhöht.

    Die höhere Geschwindigkeit im mobilen Internet ist deshalb wichtig, damit sich insbesondere Filme besser abspielen lassen. Mit der bisherigen Geschwindigkeit geht das nicht flüssig. Wie gesagt, die Bandbreite verteilt sich auf die Nutzer. Und wenn 100 Nutzer gleichzeitig im mobilen Internet etwas tun, dann verringert sich auch die Geschwindigkeit der Datenübertragung. Beim DSL ist das nicht ganz so dramatisch, deshalb reichen hier auch in der Regel 6000 mbits/s um Filme anzusehen.

    Übrigens können die O2 Kunden die im Münchener Testgebiet wohnen bei O2 Anfragen, ob sie den neuen Stick haben und die Geschwindigkeit austesten können. Viele Kunden wurden vor Testbeginn nicht angeschrieben, da sie ihr Einverständnis dazu nicht gegeben hatten.

  3. Da die Nutzung von mobilem Internet immer mehr Verbreitung findet, werden auch die Kapazitäten der Sender immer mehr beansprucht, somit bleibt weniger für den einzelnen Benutzer übrig. Das ist in Deutschland und auch in Österreich das gleiche Problem.

    In Österreich finden derzeit in ausgewählten Gebieten Tests mit LTE statt. Wir dürfen alle darauf hoffen, dass die Mobilfunkanbieter mit den Netzausbau nachkommen, da die Nachfrage ständig steigt.

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