10 Jahre mobiles Internet

Vieles hat sich im mobilen Internet gewandelt, seit 1999 auf der IFA das WAP (Wireless Application Protokoll) vorgestelt wurde. D2 Mannesmann (heute Vodafone) war der erste Anbieter.

In der Anfangsphase gab es nicht mal ein passendes Handy, da Nokia mit seinem 7110 ständig Probleme hatte. Erst im Dezember konnte man dann das “mobile Internet” nutzen, nachdem auch T-Mobile und Viag Interkom (heute O2) ihre WAP-Portale frei gegeben hatten. Betrachten konnte man damals mit den Handys nur Text und einfache Grafiken. Obendrein war der Seitenaufbau im damaligen GSM-Netz mit 9,6 kbits/s noch extrem langsam.

Besser wurde es erst mit der Einführung des GPRS (General Packet Radio Service) ein Jahr später.  Da waren dann schon Datenraten bis zu 100 kbits/s möglich, wobei die Handys aber nur auf 30 kbits/s ausgelgt waren. Ab 2003 kam dann das WAP 2.0.  Damit konnten dann schon aufwendigere Webseiten gestaltet werden. Aber das machte sich dann ordentlich am Geldbeutel der Nutzer bemerkbar.

Heute sind mit UMTS uns HSDPA hat das mobile Internet nahezu DSL-Standard mit Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 mbits/s. Außerdem gibt es für jeden Geldbeutel den passenden Tarif.

Im kommenden Jahr wollen die Betreiber die ersten Netze der nächsten Generation in Betrieb nehemen. Damit sollen dann Geschwindigkeiten von bis zu 100 mbits/s möglich sein. So bald ich genaueres weiß, werde ich es hier posten.

Was hattet ihr für Erfahrungen mit dem mobilen Internet in den letzten zehn Jahren? Ich bin gespannt auf eure Berichte!


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2 Responses to “10 Jahre mobiles Internet”

  1. Lange ist es her, als das Nokia 7110 der Mega-Hype war. Aus heutiger Sicht betrachtet, ist die “Nokia Banane” ein Teil für das Museum (eines habe ich noch zuhause herumliegen). Das Scroll-Rad hat mir dabei am besten Gefallen, weil die Navigation wirklich flüssig funktioniert hat.

    Surfen mit WAP war alles andere als ein Vergnügen, aber damals kannte man noch nichts anderes. Die paar kB pro Sekunde, die man damit über die Mobilfunktverbindung geschafft hat, erzeugten auf jeden Fall keinen Geschwindigkeitsrausch bei mir. Damals war das Thema aber noch eher was für Technik-Freaks, von einem sinnvollen Arbeiten war man da noch weit weg.

    GPRS habe ich dann etwas bei Seite geschoben. Es war zwar nett schnell einmal die Emails checken zu können, aber das war es dann auch schon. Die Finanzierung dieses Hobbies war mir schlicht und einfach zu teuer.

    Da die Breitband-Internet-Anschlüsse über das Festnetz schön langsam massentauglich wurden und aus preislicher Sicht den UMTS-Tarifen weit überlegen waren, entwickelte sich das mobile Internet aus meiner Sicht anfangs noch langsam.

    Nachdem die Kosten aber Jahr für Jahr erschwinglicher wurden und die Endgeräte auch annehmbare Geschwindigkeiten ermöglichten, hat sich der Markt in Österreich (da ich ein Ösi bin, habe ich primär im eigenen Land Erfahrungen gemacht) aber massiv gedreht.

    Heute gibt es nur noch wenige Handytarife, wo kein Datenvolumen integriert ist. Gerade die junge Generation ist voll im Smartphone-Fieber und mobiles Internet ist kaum noch weg zu denken.

    Wenn man die Tarife für Mobiles Internet in Österreich und in Deutschland vergleicht, befinden wir uns hier in AT im Schlaraffenland.

    Ich finde es toll, wie sich diese Technik in den letzten Jahren entwickelt hat. Und LTE steht ja schon in den Startlöchern, damit wir in Zukunft noch schneller mobil surfen können.

    Schöne Grüße aus Österreich
    Hannes

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